Mallorca – Made in Heaven, ähh, China!

Nein, keine Land-Finka, keine Berg-Villa mit Meerblick-Pool für 3,8 Millionen, keine vierstöckige Abramovich 100-Meter-Yacht, kein Selbstfindungs-Malkurs oder Kletterabenteuer-Leistungssport, nein, einfach nur Malle, S. Arenal und Magaluf. Ein bisschen Palma dazwischen. Das geht. Egal wie man es dreht und wendet: Mallorca ist Massentourismus pur mit einem kleinen Schuss High-Society-Feeling. Aber das weiss ja auch jeder und macht das Ganze so menschlich und sympathisch. Also, kein Grund zur Aufregung. Muss ich mal mit der schönen 4×5 Linhof hin, ist wie ein riesiger Jahrmarkt am Meer. Wo das Auge auch hinsieht, echte Originale an jeder Ecke. Hier wird dem geübten Malle-Touri nonstop etwas geboten. Schaurig Schönes zwischen Kitsch und Kommerz, Hotelburgen und  Geschmacksverirrungen im Dauer-Tempo, ob Jung Alt, Dick Dünn, Männlich Weiblich. Mallorca rockt. Kleine Anmerkung zu den tausenden von Grillhähnchen am Strand: Rot ist vielleicht wirklich das NEUE Braun.

Wunderschöne Hinterlandschaften und versteckte Orte, die man entdecken kann. Aber an der Küste: Alles zugebaut, Meter für Meter. Hotels und Häuser. Dennoch hatte ich nicht das Gefühl, dass irgendetwas meine Sinne störte, es gab auch kein Gegröhle, kein Gesaufe, kein Ole Ole. Ich habe bei all den Massen von Souvenirs und Kitsch-Blödsinnigkeiten nur gedacht, was eigentlich wirklich noch aus Spanien ist und ob sich die chinesischen Fabrikarbeiter wohl auch fragen, ob dieses ganze Zeug wirklich gekauft wird. Alles, jedes kleinste Deckchen oder Töpferarbeiten, gemalte Krüge und T-shirts und Mützen, unzähliges mehr MADE IN CHINA, unfassbar. Globalisierung sei Dank.

Zurück im Hotel. Ein bisschen Abkühlung muss schon sein. Wie wäre es mit einem schicken Aquarium-Pool auf der Dachterrasse? Meine liebste und geliebte Freundin gibt eine kleine Vorführung ihrer Kunststückchen… schöne Bilder… wie schön die langen, blonden Haare durchs kühle Blau hin und her fliegen! Selbstverständlich gab es auch noch Handstand, Rad und Rolle-Rückwärts. Das Ganze im Dreivierteltakt.

Mallorca war toll, ein richtiger Spass und auch Erholung. Wahrscheinlich muss ich hier niemanden schlau machen, was die Insel zu bieten hat, das wissen wohl andere viel besser. Nach sechs Tagen war es dann aber auch gut, wieder nach Hause zu kommen. Man fragt sich nur, wie es sein wird, wenn man morgens früh nicht mehr in das schöne türkisblaue Meer springen kann um sich zu erfrischen und den fernen und weiten Horizont zu genießen? Da gibt es eine einfache und wirkungsvolle Methode, vielleicht ist es auch ein Geheimtip der Extragüte, ungefähr so wie Mallorca, der nicht weiter erzählt werden darf… Dann kann man sich vielleicht bei diesen ungewöhnlich tropischen Temperaturen ein kaltes Bad einlaufen lassen, ein paar Mallorca-Meer-Fotos an die Kacheln hängen, ein kühles Sangria hinstellen und sich auf den Badewannenrand setzen. Den Rest erledigen dann die Füße, die ein bisschen im kühlen Nass plätschern. Macht den Kopf gleich wieder fit. Oder viiieel viel Kaffee-Trinken gehen, macht ja auch Spass. Sommerfrische!

 

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